Sablayan – it feels like heaven!

(05. – 09.02.18)

Um von Poerto Galera im Norden nach Sablayan im Westen der Insel Mindoro zu gelangen, kann man auf dem Landweg nicht etwa das nordwestliche Viertel abfahren, weit gefehlt! Man muss das südostliche DREIviertel abklappern. Leider fehlt nämlich ausgerechnet im Norden ein kleines Stückchen, um die Küstenstraße zu einem Kreis zu schließen. Wir zuckelten also erst mit dem Jeepney und dann per Minivan mit ständigen Ein- und Ausladestopps durch die sonnenbeschienende und ein Lächeln auf unsere Lippen zauberte Landschaft. Gut gelaunt durch im philippinischen Radio laufende 80er (endlich mal keine vietnamesische Popmusik!) zogen wir vorbei an den weiten Feldern, kleinen Stohdachhütten, grasenden Büffeln, in die Höhe ragenden Palmen, hopsalaufenden Kindern und am Horizont ruhenden Bergketten.

Angesichts der sich doch sehr ausdehnenden Fahrt machten wir für eine Nacht in einer sehr familiären Air-bnb-Unterkunft in San José Halt und bestiegen erst am nächsten Morgen den nächsten Van, der uns nach Sablayan brachte. Dort landeten wir, nachdem wir dem Geldautomat doch noch Geld entlocken konnten, auf Steves (oder wars doch Alan?) Empfehlung hin in einer Herberge namens „Adventure Camp“, wo wir völlig tiefenentspannt und ohne großartige Abenteuer die Sonne in uns aufsaugten und uns im Meer treiben ließen.

Für einen Tagesausflug schipperten wir hinüber zum Inselchen Nordpandan und stürzten uns mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen bestückt in die Fluten. Letztere ließen wir nach kurzem Probieren doch am Strand zurück, denn das Wasser über dem strahlend bunten Korallenriff war so flach, dass man sich nur mit größter Vorsicht hinübertreiben lassen konnte ohne mit dem Bauch hängen zu bleiben. Vorteil: selbst mein Blindfisch Bene konnte ohne Kontaktlinsen all die farbenfrohen Meerestiere bestaunen und sein erstes Schnorchelerlebnis auskosten. An einer anderen Stelle des Strandes waren die Korallen zwar weniger bunt, doch das Wasser deutlich tiefer und erhaschte Bene sogar einen Blick auf eine Meeresschildkröte! Wieder ein paar Meter weiter haben sich am Meeressaum so viele Muscheln und Korallenstückchen angesammelt, dass es ganz wundervoll klirrte wenn die Wellen darüberrauschten und man sich mit ihnen vor und zurück treiben ließ.

Reisen entspricht hier übrigens zu etwa Null Prozent dem deutschen Sicherheitsbedürfnis mit Antworten auf die Frage „Wann fahre ich von wo genau mit welchem Unternehmen, Gefährt, für wie lange, welche Strecke und komme dann wann und wo an?“. Doch das Schöne ist: es läuft. Und das reibungslos und unkompliziert. Erst erzählt einem der Typ im Hostel, wo man hin muss, dann beraten sich ein Wachpolizist und ein herumstehender Filipino und schicken einen schließlich mit dem daneben faulenzenden Triciclefahrer los („Der kennt den Weg!“) und letztenendes fragt der Fahrer auf dem Weg nach dem Weg (so ganz genau wusste er ihn wohl nicht). Am Bahnhof fragt man sich rum, schaut sich die Destinationsschilder hinter den Windschutzscheiben der Vans an und bequatscht mit dem Fahrer den Preis. Und obwohl wir immer frei nach Schnauze losfuhren, mussten allerhöchstens mal 15, meistens weniger als fünf Minuten warten bis es los ging, denn Jeepneys und Vans füllen sich schnell und fahren ständig.

Jeepneybahnhof in San José
Die erste Fahrt mit dem Tricicle
Sonnengenießerbene
Spackos am Strand
Restaurant und Gelände des Adventure Camps
Ausflug zum Himmel: Die Nordpandaninsel
Unterwasserwelt – so oder so ähnlich sah sie aus (bessere Bilder wollte mir Google leider nicht ausspucken…)
Abenddämmerung

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